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Tischtennis Bezirksliga Gr. 5
TSV Nusplingen II - SpVgg Mössingen II 3:9

So ein Matchball-Spiel ist etwas ganz besonderes. Nur noch einen winzigen Schritt vom ersehnten Ziel entfernt zu sein, kann ungeahnte Kräfte frei setzen. Ebenso kann es aber auch zu einer Blockade im Kopf führen.

Sichtlich nervös traten wir so zu unserem letzten Spiel der Saison bei den Nusplingern an, bei denen es lediglich noch um die goldene Ananas ging.

Martin Steinhilber ersetzte Matthias Knöll, der sich in Richtung Dortmund verabschiedet hatte - er durfte an diesem Wochenende an der Endrunde der Deutschen Tischtennismeisterschaften für Gehörlose und Gehörgeschädigte teilnehmen.

Offensichtlich hatte sich unsere "Harakiri-Doppel-Taktik" mittlerweile herumgesprochen. Die Nusplinger stellten ihr etatmäßiges Spitzendoppel jedenfalls als Doppel zwei auf. So mussten Horst Amann und Rainer Löffler schnell erkennen, dass gegen Ritter/Schnell nicht fiel zu holen war. Am Ende war es immerhin ein Satz.
Eisele/Saric punkteten dagegen mit einem 3:0-Sieg gegen Schreiber/Schreiber, ehe Elsässer/Steinhilber mit 11:6 im Entscheidungssatz gegen Klaiber/Reiser die Oberhand behielten.

Kai Elsässer lies in der Folge beim 3:0 gegen Ritter nichts abrennen. Jürgen Eisele tat es ihm mit seinem 3:1-Sieg gegen Schnell gleich.
Auch am mittleren Paarkreuz lief alles wie am Schnürchen: Rainer Löffler lies Klaiber beim 3:0 keine Chance, ebenso gab Dragan Saric gegen gegen Reiser keinen Satz ab.

Als dann Martin Steinhilber mit 3:1 gegen Gerhard Schreiber die Oberhand behalten hatte, gingen Horst Amann und Jürgen Eisele zur selben Zeit an die Platten. Sollten beide Spiele gewonnen werden, ist die Meisterschaft in trockenen Tüchern. Horst und Frank Schreiber wechselten sich in Sachen Satzgewinnen munter ab, so dass kein Weg am fünften Satz vorbeiführte.
Zu diesem Zeitpunkt hatte Jürgen Eisele mit seinem 3:0-Sieg gegen Ritter bereits Punkt Nummer 8 gesichert.
Beim Stand von 10:9 hatte Horst seinen ersten Matchball. Leider war Fortuna aber ab diesem Zeitpunkt nicht mehr auf seiner Seite und er verlor den Satz mit 12:10 und damit auch das Match.

Somit hatte Kai Elsässer als nächster die Gelegenheit, den Sack zu und die Meisterschaft perfekt zu machen. Aber auch er musste in seinem Spiel gegen Schnell in den Entscheidungssatz und auch ihm war der Triumph nicht vergönnt. Mit 11:9 unterlag er im Fünften.

Als dann Dragan Saric gegen Gerd Klaiber den Satzausgleich zum 1:1 hinnehmen musste, wurde es dem einen oder anderen Steinlachtäler-Sympathisanten schon mulmig in der Magengegend. Aber: Satz drei und Satz vier gingen an unsere starke Nummer drei und so war der Jubel groß.

Nach dem verlorenen Vorrundenspiel in Deißlingen und dem 8:8 in Reutlingen, hätten wohl die wenigsten noch auf uns gewettet. Umso schöner, dass wir ab diesem Zeitpunkt keinen Punkt mehr abgegeben haben. Noch besser: In der Rückrunde gaben wir bei 72 gewonnen Matches lediglich 20 ab!

So können wir also den verdienten Meistertitel für uns beanspruchen und noch die eine oder andere Woche stolz auf das Erreichte sein. Dann gilt es aber den Bezirkliga-Landesliga-Schalter umzulegen.
 
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